Modern-jazzige Erfrischungskur für Volkslieder

Außergewöhnliches Konzert dreier Chöre

Foto: Ruhr Nachrichten
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SELM . „Jetzt sind bereits zum dritten Mal zu einem Abrisskonzert eingeladen, heute wird es wohl endgültig das letzte Mal sein“, meinte Chorleiter Uwe Neumann vom Cappenberger Chor querbeet. Gemeinsam mit den Chören daChor und ChoriFeen bestritt querbeet ein außergewöhnliches Konzert zum Abschied von St. Josef.

Dabei gab es einige Überraschungen in der Darbietung der Lieder. Dazu gehörte auf jeden Fall der Beitrag der ChoriFeen aus Ostwestfalen „Die Gedanken sind frei“. „Kenn ich“, dachten sich viele Besucher, doch als der Gesang begann, war es doch ganz anders. Im modernen, frischen und jazzigen Arrangement erhielt das alte Volkslied aus dem 19. Jahrhundert eine ungewöhnliche Erfrischungskur. Viel Applaus spendete dafür das Publikum, das zahlreich erschienen war. Perfekt harmonierten die acht Stimmen in den schwedischen Volksliedern, die Wehmut, aber auch nordische Klarheit übertrugen.

DaChor bot einen schwungvollen Einstieg in das Konzert mit dem Gospel „Joshua fight the battle“. Mit Songs von Bob Marley und Whitney Houston sowie „I will follow him“ bewiesen die Chormitglieder wieder, dass sie perfekt aufeinander abgestimmt sind. Es ist immer wieder eine Wohltat, die harmonischen Stimmen zu hören. Warum sie auf der Bühne und vor einem Publikum immer wieder auftreten, sagten sie musikalisch mit dem Beitrag „Why we sing“.

Der Chor querbeet begann sein kleines Programm mit „Viva la vida“ von Coldplay. Als recht temporeiches, lautes Stück ist es bekannt, doch was querbeet daraus machte, war etwas völlig überraschend Anderes. Schon der Auftritt hob sich von allen anderen ab. Denn die Sänger und Sängerinnen standen in den
Gängen. Mit leisen, sehr verhaltenen Tönen, fast andächtig, trugen sie das Lied vor, sodass sehr viele Besucher davon tief berührt wurden. Nach dem folgenden „Himmel auf“ von Silbermond trug der Chor zum ersten Mal „Easy“ von Lionel Richie vor. Neumanns Hoffnung, die Leichtigkeit des Textes auch mit dem Gesangsvortrag übernehmen zu können, wurde voll erfüllt. „Engel“ von Rammstein und „Tage wie diese“ von den Toten Hosen begeisterten die Besucher gleichermaßen.

Gemeinsam standen alle Chöre mit „Auf uns“ von Andreas Bourani auf der Altarbühne. Doch sollte es nicht das letzte Lied sein. Als Zugabe sangen Besucher und Chöre die „irischen Segenswünsche“, bevor das Konzert endgültig beendet war. Vornehmlich waren Jana und Marco Leckel für die Idee und die Koordination des gemeinsamen Konzerts verantwortlich. aps

Mit freundlicher Genehmigung der
Ruhr Nachrichten Selm 20.09.2016

Bericht der Ruhr Nachrichten vom 20.09.2016

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